Baujahr / Ort

:

1896 / Kiel (Gaarden)

Bauwerft

:

Gebr. Ihms

Rumpflänge

:

15,50 m

mit Klüverbaum

:

21,00 m

Breite

:

4,60 m

Segelfläche am Wind

:

101,00 m2

Tonnage

:

19,40 brt

Die SAMPO wurde 1896 in Gaarden auf dem Ostufer der Kieler Hörn von der Werft Gebr. Ihms für den preußischen Zolldienst gebaut. Sie gehörte zu einer Baureihe von vier Schiffen, die ihren Dienst in der Nordsee und in der Ostsee (unter anderem auch von Laboe aus) verrichteten. Kuttergetakelt waren es hoch am Wind gehende und schnelle Segler. Unter welchem Namen die SAMPO beim Zoll gearbeitet hat, ließ sich nicht erkunden.
Ausgemustert dienten einige Schiffe den Zöllnern in Laboe als Unterkunft, bis sie verkauft wurden.

Eines dieser Schiffe kaufte der Kohlenhändler Gustav Krüger aus Laboe, um damit Brikett für seine Kohlenhandlung aus Rendsburg zu transportieren. Er nannte das Schiff nach seiner Frau "Adele Krüger". Bei einer Kollision im Kaiser-Wilhelm-Kanal kamen 1923 der Eigner und ein Kanallotse ums Leben.
Nach Instandsetzung wurde das Schiff nach Dänemark verkauft. Dort arbeitete es als Motorfrachtsegler unter den Namen MÖWE (dän. MAAGEN).

1968 ging es in private Hand, wurde zur Gaffelketsch umgebaut und auf den Namen "SAMPO" getauft. In Sakskøbing beheimatet, nahm es an vielen Traditionsregatten teil.

Die SAMPO ist wahrscheinlich der letzte noch schwimmende Arbeitssegler, der auf den Bootsbauplätzen an der Hörn gebaut wurde. Seit 1994 fährt die SAMPO wieder unter deutscher Flagge und präsentiert sich der Öffentlichkeit in Kiel. 

Gesegelt und erhalten wird die SAMPO durch den
Verein zur Erhaltung und Nutzung der
Gaffelketsch SAMPO e.V. Kiel